Hörsysteme
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| Digitale Hörsysteme – leistungsstarke Zwerge |
Fotoliebhaber wissen es längst: Die Zukunft ist digital.
Während sich die Kamera-Produzenten mit immer höheren Pixel-Werten übertreffen,
hat der digitale Wettstreit auch die Hersteller moderner Hörsysteme erfasst.
Im Gegensatz zu den Kameras von Canon & Co. geht es bei Hörsystemen
nicht nur um mehr, sondern auch um weniger: Klein ist fein.
Dank Mikrochip-Technik schrumpfen die Maße der Geräte immer mehr zusammen,
während das Leistungsspektrum kontinuierlich erweitert wird. Inzwischen
ist eine Vielzahl unterschiedlicher digitaler Hörsysteme auf dem Markt,
aus der jeder das für ihn am besten geeignete aussuchen kann. Dank digitaler
Technik erreichen die modernen Hörsysteme nicht nur einen qualitativ überzeugenden
Klang, der Mikrochip ermöglicht auch eine sehr genaue Anpassung an die
individuellen Hörbedürfnisse. Er erkennt die unterschiedlichsten akustischen
Signale und bewertet sie in Bruchteilen einer Sekunde. Nützliche Geräusche
werden prompt und auf die jeweilige Situation angepasst verstärkt, störende
Töne wirkungsvoll unterdrückt. |
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| IO-Hörsystem |
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| HdO-Hörsystem |
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Hörsysteme, die hinter dem Ohr getragen werden
Die so genannten HdO-Geräte werden hinter dem Ohr angebracht und durch
einen kleinen Schlauch mit dem Ohrpass-Stück verbunden. Die größere Bauform
lässt der Technik mehr Spielraum. Oft ist auch die Bedienbarkeit leichter
und das Hören besser. Vor allem bei größerem Hörverlust sind HdO-Geräte
vorteilhaft. Die Hörsysteme punkten darüber hinaus mit den niedrigsten
Energiekosten, da sie mit größeren Batterien arbeiten können. In den
aufsteckbaren Audioschuh lässt sich der Anschluss für Zusatzgeräte wie
beispielsweise direkte Radio- oder Fernsehempfänge stöpseln. Viele Geräte
empfangen je nach Ausstattung die Signale von Induktions-, Funk- und
Infrarotanlagen kabellos. Aufgrund ihrer Größe sind die HdO-Geräte mehr
zu sehen als im Ohr getragene. Doch auch hier bieten die Hersteller heutzutage
zahlreiche interessante Varianten an: von sehr dezenten Modellen bis
hin zu poppig gestalteten in formschönem Design und mit Schmuckelementen. |
Im-Ohr-Geräte
Sie sind Meister perfekter Tarnung: IdO-Geräte verschwinden weitgehend
im Ohr. Vor allem die CIC-Geräte (= Completely-in-Canal-Hörsysteme, solche
also, die komplett im Gehörgang verschwinden) sind kaum zusehen. Einige
haben eine Antenne, an der sie einfach herausgezogen werden können. Die
geringe Größe macht die IdO-Geräte für viele Menschen besonders attraktiv,
bringt aber auch Einschränkungen mit sich. So ist bei ihnen beispielsweise
die Gefahr der Rückkopplung, eines unangenehmen Pfeiftons, höher als
bei HdO-Geräten. |
Geräte für leichte Hörstörungen, mit und ohne Fernsteuerung,
für binaurales Hören:
Nahezu unsichtbar sind mittlerweile auch andere Hörsysteme, etwa der Free
Soundmanager, eines der High-Tech-Geräte der Firma Hansaton. Das nur 26
Millimeter lange und 1,8 Gramm leichte Gerät sieht aus wie ein MP3-Player
und sitzt hinter dem Ohr. Es ist vor allem für Menschen gedacht, die nur
leicht hörgemindert sind: Einfach aktivierbar, filtert es störende Geräusche
wie Gläserklirren in Restaurants heraus. Klein, diskret und dennoch enorm
leistungsfähig ist auch das Hörsystem Delta von Oticon. Aufgrund seines
Designs verschwindet es vollkommen hinter dem Ohr; ein hauchdünnes Kabel
führt zu einem Mini-Lautsprecher, der im Gehörgang sitzt. Das ermöglicht
ein volles Klangspektrum, laut Oticon werden bis zu acht Kilohertz erreicht. |
Es gibt auch Hörsysteme, die miteinander kommunizieren:
Siemens hat mit Acuris e2e wireless diese audio technische Innovation auf den Markt
gebracht. Linkes und rechtes Hörsystem tauschen drahtlos Informationen
untereinander aus, bewerten sie und passen ihre Einstellungen auf beiden
Seiten automatisch und zeitgleich an. Zwei unabhängige Hörsysteme funktionieren
so als ein einheitliches binaurales Hörsystem. |
Fazit:
Möglichkeiten gibt es heute viele. Die Experten sind
sicher, dass die enormen technischen Fortschritte noch nicht das Ende des
digitalen Siegeszuges sind. Ähnlich wie bei den Kameras sind die Entwicklungszyklen
derzeit rasant. Für die Hörsysteme-Träger daher die Empfehlung: Lassen
Sie sich ausführlich über die neuesten Geräte beraten und berücksichtigen
Sie bei der Wahl der Hörsysteme Ihre individuellen Hörbedürfnisse.
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| Hörsysteme erhöhen den IQ |
Hörsysteme steigern neben dem Hörvermögen auch die Intelligenz.
Dies ergab eine Studie der Uni Erlangen-Nürnberg. Bei Personen mit angepassten
Hörsystemen erhöhte sich der Intelligenzquotient (IQ) im Vergleich
zur Kontrollgruppe innerhalb von zwei Monaten um 3,43 Punkte, bei beidohrig
Versorgten, die die Geräte im Schnitt vier bis acht Stunden am Tag
trugen, sogar um 10 Punkte. |
Die Empfehlung der Forscher:
Wer sich nicht mehr so stark aufs Hören und Verstehen konzentrieren muss,
setzt geistige Kapazitäten frei. Das spricht dafür, Hörsysteme möglichst
frühzeitig zu nutzen. |
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